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Ich seh die Südsee
2013
Pappe, Poster, Spiegel-
Mosaiksteine, schwarzer Lack
40 x 50 cm



In der Arbeit "Ich seh die Südsee" wurde ein kleines Poster von der Ansicht eines tropischen Strandes mit quadratischen Mosaiksteinen versehen, die zum Teil spiegeln und zum Teil mattschwarz überstrichen sind. Sie erscheinen wie große fehlerhafte Pixel eines digitalen Bildes und verweisen damit auf die technologische Vermittlung und Konstruktion fotografischer Abbildungen und die Riskiertheit ihrer Beständigkeit.
Damit wird eine klischeehafte Sehnsuchtsprojektion auf der Ebene ihrer Darstellung mit einem Moment der Fragilität versehen, das dann auf sie selbst wieder zurückwirkt und dadurch auf den Illusionscharakter derartiger Sehnsüchte verweist. Daß ein paar der Mosaiksteine spiegeln und sich der Betrachter beim Betrachten selbst betrachten kann, führt dazu, daß er sich selbst als Betrachter eines Bildes erkennen muß, was ihn auch im übertragenden Sinne zur Selbstreflektion über das Verhältnis von Sehnsucht und Abbildungen von Sehnsuchtsobjekten führt.



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