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Logik und Glauben

(2014)


Mußte ja schon seit längerem innerlich eine Augenbraue hochziehen, wenn Uta Ranke-Heinemann einerseits die Jungfrauengeburt und andere Absurditäten in der katholischen Glaubenslehre kritisierte, aber zugleich meinte, daß sie den Glauben an ein Jenseits nicht aufgeben könne, da sie sich nicht vorstellen könne, ihren verstorbenen Mann nicht wiederzusehen.

Vielleicht rührt es von meiner protestantischen Erziehung her, hier verdeckt "inkonsequent!" zu schreien. Aber so ist das eben: Wenn man erst einmal anfängt, mit Rationalität und Logik dem Glauben zu Leibe zu rücken, gibt es auf lange Sicht kein Halten mehr.Den Protestanten kann man zumindest zugute halten, daß sie sich nicht feige in Bigotterie flüchten, sondern, ihre masochistische Haltung auch hier auslebend, sich bis zu/m (ihrem) Ende mit allerlei Glaubensfragen herumquälen.



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