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Ontologie

(2011)


Was gäbe es anderes Sinnvolles zu tun, als Ontologie zu treiben angesichts des Todes Gottes? Das Sein ist das einzige übriggebliebene Wunder, zu dessen Aufklärung wir gedrängt sind, weil es unsere Bestimmung ist, der menschliche (Ur-)Wille, nach Aufklärung zu drängen. Das Sterben Gottes begann mit der Vertreibung aus dem Paradies. Die Erkenntnis - und wichtiger noch und in der Genesis unterschlagen: der Wille zur (und nicht die Strafe der) Erkenntnis - führt letztlich zur Einsicht, daß Gott uns auch hinsichtlich seiner Existenz belogen hat.

Es bleibt nichts anderes zu tun, als sich dem Willen zu ergeben und unsere eigene Existenz und die der Welt fruchtbar in Frage zu stellen.



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