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Sprüche zu Existentiellem und Religiösem





Das Leben ist zu kurz, um keine Zeit zu verlieren. Wer stets von der Zeit gedrängt strebt, hat schnell seine Zeit vertan.

(2009)





Da keimt in dir der schreckliche Verdacht auf, daß nur der Mensch zur Erkenntnis fähig ist, aber nicht Gott.

(2011)





Vor sich selbst sollte man seine Existenz schon rechtfertigen können.

(2013)





Gott ist die Schöpfung, nicht der Schöpfer.

(2014)





Ein Leben, das bald zuende geht, ist auch nicht sinnloser als eins, das noch ganz lang dauert.

Ein Leben, das noch ganz lang dauern könnte ist auch nicht wertvoller als eins, das bald zuende geht.

(2014)





Keine Kinder zu haben ist auch eine Art, dem Tod zu widersprechen.

(2014)





Gott ist langweilig.
(Und der Nomitativ und Dativ von "Gott" ist identisch.)

(2015)





Am Ende des Lebens kann man nur über den Tod triumphieren, wenn man das Leben von Anfang an nicht ernst genommen hat, da man erkannt hat, daß es aufgrund seiner Absurdität niemals ernst genommen werden kann.

(2015)





Nichts ist erbärmlicher als ein Selbstmord aus Verzweiflung heraus. Würde hat nur ein Selbstmord aus Lebensfreude heraus.

(2015)





Nicht die Hoffnung stirbt zuletzt, sondern der Humor – und wird erst richtig gut, wenn die Hoffnung schon tot ist.

(2015)





Wenn man mit Überleben beschäftigt ist und (eine Zeit) überlebt, fügt man dem Leben Jahre hinzu, in denen man mit Überleben beschäftigt ist.

(2015)





Sich camusmäßig mit der Lebenssinnlosigkeit nicht nur abzufinden, sondern sie auch noch anzunehmen hieße, das drängende Unbefriedigtsein und die (unerfüllbaren) Ansprüche aufzugeben. Welch eine verkappte Kapitulation.

(2015)





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